Exkursion zu Tata Steel

    Am 16. Dezember 2015 wurde eine Tagesexkursion zum Stahlwerk der Firma Tata Steel in IJmuiden (Niederlande) durchgeführt.

    Tata Steel ist eines der größten Stahlunternehmen der Welt. Es betreibt zur Zeit Produktionsstandorte in 26 Ländern und Vertriebsniederlassungen in über 35 Ländern. In Europa ist Tata Steel der zweitgrößte Stahlproduzent. An 11 Standorten in Deutschland produzieren und vertreiben Tata Steel Unternehmen verschiedene Aluminium- und Stahlprodukte für die nationalen und internationalen Märkte.

    IJmuiden ist eines von drei integrierten Produktionsstandorten. Die Anlage in IJmuiden ist für die Herstellung von hochwertigen Stahl für verschiedene Anwendungen bekannt. Es sind mehr als 9.000 Mitarbeiter am Standort beschäftigt. Jährlich werden mehr als 7 Millionen Tonnen hochwertiger Stahl produziert.

    Die Exkursion richtete sich an die Studierenden der Vertiefungsrichtung Hochtemperaturtechnik. Es nahmen 35 Studierende und Interessierte teil.

    Die Exkursion begann mit einem spannenden Vortrag über Tata Steel und die Produktion in IJmuiden als Musterbeispiel für integrierte Stahlwerke. Anschließend fand die Fahrt über das Werksgelände statt. Besonders interessant war hier der Hafen. Die geografisch günstige Lage ermöglicht es die erstellten Produkte und die benötigten Einsatzmittel auf schnellstem Wege zu transportieren.

    Beeindruckend war auch die von der EU-geförderte HIsarna-Anlage. Bei der HIsarna-Technologie handelt es sich um ein Verfahren zur Herstellung von flüssigem Eisen, das Kraftwerkskohle und feine Eisenerze einsetzt. Der Prozess kommt ohne Verkokung und Erzverdichtung aus, wodurch der Ausstoß von Kohlendioxid nachhaltig reduziert wird.

    Abschließend wurde die Bandverzinkungsanlage besichtigt. Diese steht für den Endpunkt der Erzeugung eines verkaufsfertigen Stahlproduktes im integrierten Stahlwerk. Der Kreislauf beginnt im Hafen mit der Anlieferung der Einsatzmittel. Im Hochofen oder der HIsarna-Anlage wird Roheisen erzeugt. Dieses wird anschließend legiert, gegossen, gewalzt, wärmebehandelt und ggf. verzinkt, um abschließend im Hafen zu den Kunden verschifft zu werden.