Articles by IOB Redaktion

    Exkursion zur Dillinger Hütte im Saarland am 31.01.2019

    In diesem Wintersemester fand erneut eine Tagesexkursion des IOB statt. Unser diesjähriges Ziel führte uns ins Saarland zur Dillinger Hüttenwerke AG, dem größten Grobblechwerk Europas. Die Exkursion richtete sich dabei besonders an Studierende aus den Bachelor- und Masterstudiengängen Werkstoffingenieurwesen sowie Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Werkstoff- und Prozesstechnik, um das im Rahmen des Studiums erlernte Wissen in praktischer Umsetzung erleben zu können.

    Exkursionsteilnehmer im Werk der Dillinger Hüttenwerke AG
    Exkursionsteilnehmer im Werk der Dillinger Hüttenwerke AG

    Gemeinsam mit den Studierenden, Professor Pfeifer und einigen wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts fuhren wir am frühen Morgen mit dem Bus in Richtung Saarland. Nach unserer Ankunft und der Begrüßung konnten wir nun durch Vorträge der Mitarbeiter mehr über die lange Geschichte der Dillinger Hütte und die einzelnen Prozessschritte am Standort Dillingen erfahren. Bei einer kleinen Stärkung bestand die Möglichkeit Fragen zu stellen und sich nach Themen zu Studien- und Abschlussarbeiten zu erkundigen. Anschließend konnten wir das Werksgelände mit dem Bus besichtigen. So hatten wir die Möglichkeit, die gesamte Herstellungskette der Produktion der Grobbleche zu sehen, von der Anlieferung der Rohstoffe am Hafen über die Hochöfen und Stahlerzeugung bis hin zur Wärmebehandlung und den Walzanlagen. Besonders am Standort Dillingen ist dabei, dass die einzelnen Prozessschritte zur Grobblecherzeugung alle an einem Standort zu finden sind.

    Im Fokus der Werksbesichtigung lag die Walzanlage, die wir uns genauer anschauen konnten. Die Brammen werden hierbei nach einer vorherigen Wärmebehandlung im Ofen zur Walzanlage transportiert, um dort auf die gewünschte Größe gewalzt zu werden. Im weiteren Verlauf der Walzanlage sind Schneidanlagen und Inspektionen der Grobbleche installiert, damit die Qualität der Produkte stets kontrolliert werden kann.

    Nach einem eindrucksvollen Tag bei der Dillinger Hütte traten wir gemeinsam die Rückfahrt nach Aachen an und erwarten schon jetzt die nächste Exkursion. Die jährliche Pfingstexkursion findet dieses Jahr vom 11.06 bis zum 15.06 statt und wird uns mit bis zu 24 Teilnehmenden nach München und Linz führen.

    Pfingstexkursion 11.06. – 15.06.2019 nach München/Linz (AT)

    Die diesjährige Exkursion des Instituts für Industrieofenbau und Wärmetechnik (IOB) führt uns über München nach Linz.

    Am 11.06. werden wir uns mit bis zu 24 Teilnehmern in kleinen Bussen zunächst auf den Weg Richtung München machen. Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Institutsgebäude in der Kopernikusstraße 10. Aufgrund der Entfernung Aachen – Linz werden wir in diesem Jahr fünf Tage unterwegs sein. Unsere Ziele werden u.a. Anlagenbauer und Stahlwerke sein. Dort besteht die Möglichkeit sich ein eigenes Bild der Unternehmen zu machen und wertvolle Kontakte zu knüpfen (Praktika, Abschlussarbeiten…). Am 15.06. werden wir gemeinsam den Heimweg antreten und am Nachmittag in Aachen ankommen.

    Die Unterbringung wird in zentralen Hotels/Hostels in Doppelzimmern erfolgen. Die Zeit nach den Besichtigungen steht zur freien Verfügung. In den letzten Jahren traf man sich zu gemeinsamen Abendessen und anschließenden Kneipen-Besuchen. Bei ausreichendem Interesse wären Aktivitäten wie eine gemeinsame Stadtbesichtigung möglich.  

    Der Kostenbeitrag liegt bei 75,00 € pro Teilnehmer. Darin inbegriffen sind die Hin- und Rückfahrt sowie die Unterbringung im Hotel/Hostel mit Frühstück. Weitere Informationen zu den Firmen und den Unterkünften werden in den nächsten Wochen folgen. Da die Plätze bekanntlich heiß begehrt sind kann eine verbindliche Anmeldung ab sofort erfolgen und es gilt: First come, first serve!

    Das Wichtigste in Kürze:

    • Ziel: München/Linz
    • Abfahrt Dienstag 11.06. morgens am IOB
    • Rückfahrt Samstag 15.06. Ankunft abends am IOB
    • Kosten: 75,00 € (Hin- und Rückfahrt, Hotel/Hostel mit Frühstück)
    • Teilnehmeranzahl: max. 24
    • verbindliche Anmeldung ab sofort möglich über die ausgelegte Liste im Sekretariat des IOB‘s oder per E-Mail an giesler@iob.rwth-aachen.de

    IAS Steel Conference 2018 in Rosario

    Die 22. IAS Steel Conference fand vom 23.-25. Oktober 2018 mit fast 800 Teilnehmer aus 25 Ländern in Rosario, Argentinien statt. Das IOB war auf der Konferenz durch Dr.-Ing. Thomas Echterhof vertreten. Auf Einladung des Instituto Argentino de Siderurgia (IAS) hat er am 22. Oktober 2018 vor der Konferenz einen Kurs zum Thema „Recent developments on EAF technology and operation“ geben dürfen. Etwa 30 Teilnehmer aus stahlproduzierenden Unternehmen aus Argentinien und weiteren südamerikanischen Ländern haben an diesem Kurs teilgenommen. Einen Schwerpunkt der Konferenz mit über 160 Präsentationen bildete das Thema Industrie 4.0 in der Stahlindustrie. Daneben wurde aber auch alle anderen in der Stahlindustrie relevanten Themen von den Rohstoffen bis hin zu den Produkten präsentiert und diskutiert. Die Präsentation von Dr.-Ing. Thomas Echterhof mit dem Titel „A Dynamic EAF Process Model – State of development and outlook“ hatte den aktuellen Stand der Entwicklung des Lichtbogenofenprozessmodells zum Thema, das am IOB für die Forschung und Entwicklung verwendet und weiterentwickelt wird. Thematisch lag dieser Vortrag aus dem Bereich Prozesssimulation damit sehr nah am Schwerpunktthema der Konferenz „Industrie 4.0“.

    Pfingstexkursion 22. – 25. Mai 2018 nach Hamburg

    Auch in diesem Jahr fand eine Exkursion des Instituts für Industrieofenbau statt. Das diesjährige Ziel hieß Hamburg, mit einem kurzen Zwischenstopp in Osnabrück. Dabei gab es im Vorhinein einen riesigen Andrang seitens der Studenten sodass wir mit 28 Teilnehmern, bestehend aus Herrn Prof. Pfeifer, Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeitern, die Exkursion durchführten.

    Der erste Zwischenstopp lag in Osnabrück bei Honeywell. Dort wurden wir sehr freundlich von Herrn Hölscher empfangen. Gemeinsam mit seinen Kollegen Herrn Schröder und Herrn Liere-Netheler stellte er das Unternehmen und den Bereich Brennertechnik vor. Im Anschluss wurden wir in kleinen Gruppen durch den Betrieb geführt. Dort konnten wir einen Überblick über die gesamte Produktpalette erlangen. Insbesondere im Bereich der Brenner konnten wir durch Demonstrationen im Technikum unsere Kenntnisse vertiefen. Im Anschluss wurden weitere Fragen in einer Diskussionsrunde beantwortet. Bei einem gemeinsamen Snack wurde in kleinen Gruppen weiter diskutiert. Nach einer interessanten ersten Besichtigung ging es weiter nach Hamburg. Bei einem gemeinsamen Abendessen ließen alle Teilnehmer den Tag ausklingen.

    Exkursionsteilnehmer im Werk der Trimet Aluminium SE
    Exkursionsteilnehmer im Werk der Trimet Aluminium SE

    Am Mittwoch starteten wir den Tag mit einem Frühstück im Hotel. Im Anschluss fuhren wir zum Werk der Trimet Aluminium SE, wo wir von Herrn Dr. Prepeneit, Herrn Meier und Herrn Dechene begrüßt wurden. In kleinen Gruppen ging es in die Aluminiumhütte, wo wir einen Eindruck des gesamten Prozesses der Primärerzeugung, von der Zustellung der Wannen bis zur Elektrolyse und dem Flüssigmetall, bekamen. Bei der Rückkehr in den Besprechungsraum wurden wir mit einem Snack empfangen und konnten währenddessen in kleinen Gruppen unsere Fragen an die Mitarbeiter stellen. Unser nächster Stopp an diesem Tag war das Werk der Hydro Aluminium Rolled Products GmbH, welches in direkter Nähe zur Trimet lag. Dort angekommen wurden wir von Herrn Rösner-Kuhn und Herrn Stegk in Empfang genommen. Nach einer kurzen Begrüßung wurden wir in zwei Gruppen durch das Walzwerk und die Gießerei geführt. Im Anschluss wurden in einer Diskussionsrunde aufkommende Fragen geklärt. Am Abend wurde sich zum Austausch in den umliegenden Kneipen getroffen.

    Auch am Donnerstag wurde der Tag bei einem gemeinsamen Frühstück im Hotel begonnen. Das heutige Ziel war die Kupferhütte der Aurubis AG. Dort angekommen starteten wir die Besichtigung nach einer kurzen Einführung mit einem Reisebus. So konnten wir einen Eindruck vom Anodengießrad und der Drahtanlage bekommen. Außerdem konnten viele Anlagen mit etwas Sicherheitsabstand aus dem Bus angeschaut werden. Auch hier konnten wir im Anschluss an die Besichtigung unsere Fragen stellen. Am Nachmittag trafen sich einige Teilnehmer, um gemeinsam die Stadt zu erkunden. Ein Ausklang des Abends fand wieder in den umliegenden Kneipen statt.

    Am letzten Tag fuhren wir, nach einem gemeinsamen Frühstück, zur ArcelorMittal GmbH. Vor Ort begrüßten uns Herr Bandusch, Herr Schneider und Herr Gonzales. Im Anschluss an eine kurze Unternehmensvorstellung wurden wir durch das Werk geführt, wobei das Highlight der Elektrolichtbogenofen war. Nach ausreichender „Beobachtungszeit“ am Ofen wurde sich noch zu einer Diskussionsrunde im Besprechungsraum getroffen.

    Am Nachmittag machten sich alle Teilnehmer gemeinsam auf den Rückweg nach Aachen, wo wir am Abend eintrafen. Auch in diesem Jahr können wir wieder eine sehr erfolgreiche Exkursion mit einer großen Teilnehmerzahl verbuchen und freuen uns auf die Exkursion im nächsten Jahr.

    Pfingstexkursion vom 06. – 09. Juni 2017 über Koblenz nach Karlsruhe

    Die diesjährige Pfingstexkursion, die vierte in Folge, fand in der Pfingst-Exkursionswoche der RWTH Aachen zwischen dem 06. und dem 09. Juni 2017 statt. Ergänzend zu den Unternehmens-Besichtigungen war als Ziel ein Kulturprogram angesetzt.

    Exkursionsteilnehmer bei Aleris Rolled Products

    An dem Dienstag starteten 12 Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen und Prof. Pfeifer mit zwei Neunsitzern die Fahrt nach Koblenz zu dem Unternehmen Aleris Rolled Products Germany. Die Besichtigung wurde von ehemaligen Aachener Absolventen Herrn Morscheiser und Herrn Radwitz durchgeführt und gab interessante Einblicke in die Fertigung von Aluminiumplatten und -Bänder. Beginnend mit den Schmelzöfen für unterschiedliche Aluminium-Schrotte bis zum Warmwalz werk wurde die gesamte Prozesskette vorgestellt. Im Anschluss gab es eine lange Diskussionsrunde, in der auf jede einzelne Frage eingegangen und darüber hinaus Möglichkeiten der Betreuung eines Praktikums oder einer Abschlussarbeit erläutert wurden. Der Abend wurde bei einem gemeinsamen Abendessen in Koblenz genutzt, um neu erworbene Kenntnisse auszutauschen.

    Der Mittwoch startete um 9:00 Uhr mit der Besichtigung des Werks Thyssenkrupp Rasselstein in Andernach, das zu den drei größten Verpackungsstahlproduzenten Europas gehört. Begrüßt wurden die Exkursionsteilnehmer von dem ehemaligen Projektleiter Herrn Butzbach, der nach einem sehr informativen Vortrag die Gruppe durch die Produktionsanlagen, die neben batchbetriebenen Haubenöfen und kontinuierlichen Bandglüh- und beizanlagen auch Warmwalzstraßen umfasst, führte. Der Einblick in die Arbeitsabläufe konnte hierbei gut vermittelt werden und auch die eine oder andere technische Innovation detaillierter beschrieben. Am Nachmittag diente das Deutsche Eck dem Kulturprogramm bevor die Gruppe nach Karlsruhe aufbrach.

    Nach einem ausgiebigen Frühstück am Donnerstagvormittag wurde das Karlsruher Schloss und das Bundesverfassungsgericht besichtigt. Am Nachmittag stand die Führung der Mineralölraffinerie Oberrhein „MiRo“ in Karlsruhe an. Im Anschluss zu einem sehr interessanten Vortrag über das Unternehmen, aber auch zu dem Schwerpunkt Energiewirtschaft, folgte eine Führung mit dem Bus über die gesamte Anlage.

    Zum Abschluss fuhren die Exkursionsteilnehmer am Freitag nach Straßburg und ließen die Exkursion bei schönem Wetter in der Altstadt ausklingen bevor es wieder zurück nach Aachen ging. Ein Zwischenstopp am Hambacher Schloss rundete das Kulturprogramm ab.

    Zweites ISIJ-VDEh-Jernkontoret Joint Symposium in Stockholm

    historischen Hochofenanlage in Edsken

    Jernkontoret hat am 12. und 13. Juni 2017 zum zweiten ISIJ-VDEh-Jernkontoret Joint Symposium nach Stockholm eingeladen. Die Teilnehmer aus Japan, Schweden Österreich und Deutschland hielten während des zweitägigen Symposiums insgesamt 27 Vorträge. Zwei Vorträge wurden dabei von Mitarbeitern des IOB gehalten. Im Anschluss an das Symposium folgte eine dreitägige Besichtigungstour auf der neben einer historischen Hochofenanlage in Edsken die Werke von SSAB Special Steels in Oxelösund, Ovako Bar AB in Smedjebacken, Outokumpu Stainless AB in Avesta, Ovako Hofors AB in Hofors, Sandvik Materials Technology in Sandviken besichtigt wurden.

    Meier, T.; Echterhof, T.; Pfeifer, H.:
    Investigating the Use of Biomass and Oxygen in Electric Steelmaking by Simulations Based on a Dynamic Process Model
    2nd ISIJ-VDEh-Jernkontoret Joint Symposium, 12.-13. Juni 2017, Stockholm, Schweden, S. 81-93

    Rückert, A.; Haas, T.; Pfeifer, H.:
    Experimental and numerical modelling of multiphase flows in continuous casting reactors
    2nd ISIJ-VDEh-Jernkontoret Joint Symposium, 12.-13. Juni 2017, Stockholm, Schweden, S. 237-248

    Exkursion zu ThyssenKrupp Steel Europe nach Bochum am 19.01.2017

    Am 19.01.2017 fand die nun schon traditionelle eintägige Exkursion im Wintersemester statt. In diesem Jahr führte sie uns zum Standort der ThyssenKrupp Steel Europe AG nach Bochum. Diese Werksbesichtigung bietet den Studierenden der Vertiefungsrichtung „Industrieofentechnik“ der Master-Studiengänge „Werkstoffingenieurwesen“ und „Wirtschaftsingenieurwesen Werkstoff und Prozesstechnik“ sowie des englischsprachigen Studiengangs „Metallurgical Engineering“ die Möglichkeit, das in den Vorlesungen, Übungen und Praktika „Industrieofentechnik“ und „Industrial Furnaces“ vermittelte Wissen real zu erleben. Auf dem Programm stand die Besichtigung des Warmbandwerkes 3. Für diese Anlage werden die Brammen in drei Hubbalkenöfen und einem Stoßofen für das Warmwalzen wiedererwärmt. Das Warmwalzen ist für die Studierenden immer ein spektakulärer Prozess. Dieser konnte mit Erläuterung durch erfahrene Mitarbeiter aus dem Warmbandwerk komplett von dem Vorgerüst über die Fertigstaffel bis zu den Coilern bewundert werden. Dem logischen Stofffluss folgend ging dann der Weg an der Beize vorbei zum Kaltwalzwerk mit der viergerüstigen Tandemstraße. Den Vorlesungsinhalten Rechnung tragend wurde die Haubenglühanlage mit den HNX- und H2-Hauben ausführlich erklärt. Zum Abschluss der Exkursion ging der Weg an der Feuerverzinkungslinie FB7 entlang. Hier konnten die charakteristischen Komponenten Abwickelgruppe, Bandspeicher, Erwärmungsofen, Kühlstrecke, Verzinkungsanlage, Dressier- und Streckrichter sowie die Bandaufwickelgruppe unter fachkundiger Anleitung in Augenschein genommen worden.

    Die Exkursionsteilnehmer bei ThyssenKrupp Steel Europe in Bochum
    Nach einer ausgiebigen Stärkung und dem obligatorischen Exkursionsfoto machten sich die 26 Exkursionsteilnehmer am späten Nachmittag wieder auf den Heimweg nach Aachen mit der Gewissheit, dass dieser Tag einen tieferen Einblick in die faszinierende Technik der Stahlherstellung erlaubte.

    Einige der Studierenden werden schon auf die 4-Tages-Exkursion im Sommersemester 2017 warten. Diese findet traditionell in der Pfingstwoche, dieses Jahr also vom 6. bis 9. Juni 2017, statt und wird derzeit geplant.

    Professor Günther Woelk am 18. Oktober 2016 verstorben

    Herr Univ.-Prof. Dr.-Ing. Günther Woelk (*11. März 1932) ist am 18. Oktober 2016 im Alter von 84 verstorben. Das ganze Berufsleben von Herrn Prof. Woelk ist mit dem Institut für Industrieofenbau und Wärmetechnik der RWTH Aachen verbunden.
    Herr Prof. Woelk studierte von 1953 bis 1958 Maschinenbau in Aachen und schloss das Studium mit der Diplomarbeit zum Thema „Temperaturfeld von Breitbandbunden“ ab. Schon vorher, am 01.05.1957, trat Herr Woelk seine Tätigkeit als studentische Hilfskraft am IOB an. Danach trat Herr Prof. Woelk am 01.08.1958 eine Stelle als wissenschaftlicher Assistent am IOB bei dem damaligen Institutsleiter, Herrn Prof. Schwiedeßen, an. Diese Berufsphase schloss Herr Prof. Woelk im Juli 1962 mit der Promotion zum Thema „Das Temperaturfeld eines gasdurchströmten Schichtkörpers bei gleichzeitigem Stoff- und Wärmetransport und über die Möglichkeiten seiner Berechnung mit elektronischen Rechenanlagen“ ab. Dieses Thema ist typisch für einen Forschungsschwerpunkt von Herrn Prof. Woelk – die analytische und insbesondere die numerische Lösung von Wärmeleitungsproblemen im Industrieofenbau mit Computern – und das zu einem Zeitpunkt wo Computer noch weitestgehend „unbekannt“ waren.
    Die Tätigkeit am IOB wurde durch eine knapp 2 Jahre dauernde Tätigkeit an der damaligen KFA Jülich (heute FZJ) unterbrochen. Diese Zeit nutze Herr Prof. Woelk für die Erstellung der Habilitationsschrift zum Thema „ Ein Näherungsverfahren zur Berechnung instationärer Temperaturfelder“. Am 21.12.1965 wurde Herr Woelk zum Privatdozenten für das Fach „Industrieofenbau und Wärmetechnik“ ernannt.
    In dieser Zeit hat er u. a. die Vorlesung „Mathematik 3 für Berg- und Hüttenleute“ aufgebaut und bis zu seiner Pensionierung angeboten. Diese Veranstaltung ist sicherlich vielen Studenten aus diesem Zeitraum in Erinnerung geblieben.
    Am 16.03.1971 wurde Herrn Woelk die Bezeichnung Apl.-Professor verliehen. Es folgte die Professurvertretung und die damit verbundene kommissarische Institutsleitung von 1972 bis 1976. Im Jahr 1976 wurde Herr Woelk Professor für das Lehr- und Forschungsgebiet „Industrieofenbau und Wärmetechnik“ bestellt. Diese Funktion nahm er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1997 wahr.
    Herr Prof. Günther Woelk hat das IOB nachhaltig geprägt, was u.a. durch mehr als 60 unmittelbar betreute Doktoranden, die Gründung der „Forschungsgemeinschaft Industrieofenbau“ (FOGI) und die Vielzahl wissenschaftlicher Publikationen auf dem Gebiet der Industrieofentechnik, u. a. auf der Modellierung dieser Anlagen, dokumentiert ist.
    Herr Prof. Woelk hat sich in den 40 Jahren an der RWTH Aachen und dem IOB sehr große Verdienste erworben. Dafür möchte das IOB Herrn Prof. Woelk posthum seinen großen Dank aussprechen. Herr Prof. Woelk war eine der prägenden Persönlichkeiten des IOBs. Herr Prof. Woelk wird uns in fortwährender Erinnerung bleiben.

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